Meldung 2026

Die EBB/FDP-Fraktion begrüßt, dass die Stadt Essen von ihren weitreichenden Plänen für eine Fahrradstraße auf der Wittekindstraße in Rüttenscheid Abstand nimmt. Für EBB und FDP ist diese Entscheidung überfällig und zugleich eine Bestätigung ihrer bisherigen Haltung. Beide hatten die Umwandlung bereits während der politischen Beratungen abgelehnt und darauf hingewiesen, dass eine Fahrradstraße an dieser Stelle verkehrspolitisch nicht sinnvoll ist.

„Es ist gut, dass diesem verkehrspolitischen Irrweg jetzt ein Riegel vorgeschoben wird“, erklärt Hans-Peter Schöneweiß, Fraktionsvorsitzender und verkehrspolitischer Sprecher der EBB/FDP-Fraktion. „Die Wittekindstraße besitzt eine wichtige Funktion für den Autoverkehr. Gleichzeitig steht mit der unmittelbar parallel verlaufenden Grugatrasse bereits eine attraktive Verbindung für den Radverkehr zur Verfügung.“

Die erneute Prüfung bestätigt wesentliche Kritikpunkte der Fraktion: Rund 600 Kraftfahrzeuge pro Stunde nutzen die Wittekindstraße. Hinzu kommt ihre Bedeutung als Zufahrt für Rettungsfahrzeuge zum Alfried-Krupp-Krankenhaus und die Buslinie 142.

Auch die Bezirksregierung Düsseldorf hatte die beantragte Förderung abgelehnt und dabei unter anderem auf die hohe Verkehrsbelastung sowie die parallel verlaufende Grugatrasse verwiesen.

„Man muss sich fragen, warum diese offensichtlichen Rahmenbedingungen nicht von Anfang an stärker berücksichtigt wurden“, so Schöneweiß. „Eine funktionierende Straßenverbindung einzuschränken, obwohl wenige Meter entfernt bereits eine eigene Radverbindung vorhanden ist, war für uns nie nachvollziehbar. Dass die Grünen selbst angesichts dieser Fakten weiter an der Fahrradstraße festhalten wollen, zeigt einmal mehr eine Klientelpolitik, bei der die Interessen einer einzelnen Verkehrsart über die Bedürfnisse des gesamten Stadtverkehrs gestellt werden.“

Die EBB/FDP-Fraktion erwartet, dass aus dem Vorgang auch Konsequenzen für künftige Verkehrsplanungen gezogen werden. „Radverkehr muss sinnvoll gefördert werden – aber nicht dadurch, dass leistungsfähige Straßen ohne Not eingeschränkt werden. Die jetzige Entscheidung ist richtig und vernünftig“, so Schöneweiß abschließend.

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