
▌Meldung 2025
Die EBB/FDP-Fraktion kritisiert den dem Rat vorliegenden Gutachterentwurf zum Mobilitätsplan Essen 2035 als unausgewogen und realitätsfern. Statt auf bessere Angebote zu setzen, arbeite der Entwurf in zentralen Bereichen mit gezielter Verdrängung des Autos.
„Eine Verkehrswende kann man nicht erzwingen“, betont Ratsherr Wilfried Adamy. „Wer glaubt, Menschen durch Einschränkungen und künstliche Hürden vom Auto wegzubekommen, verkennt die Lebensrealität vieler Essenerinnen und Essener.“
So unterstellen die Gutachter, dass ein Umstieg nur gelingt, wenn der Autoverkehr durch Temporeduzierungen, den Abbau von Fahrspuren und weniger Stellplätze bewusst erschwert wird. Gleichzeitig soll der Autoanteil mit dem politisch gesetzten 4×25-Modal-Split von heute rund 55 Prozent auf 25 Prozent halbiert werden – ein Ziel, das nach Auffassung der Fraktion die Wahlfreiheit der Bürgerinnen und Bürger massiv einschränkt. Auch die geplante Flächenumverteilung zulasten von Fahrstreifen und Parkraum würde Pendler, Familien und mobilitätseingeschränkte Menschen zusätzlich belasten.
Adamy fordert stattdessen „Attraktivität statt Zwang“: „Wer möchte, dass Menschen freiwillig umsteigen, muss Alternativen besser, zuverlässiger und komfortabler machen – nicht das Auto schlechter.“
Die EBB/FDP-Fraktion fordert daher eine grundlegende Überarbeitung des Mobilitätsplans. Statt ideologisch motivierter Verdrängung brauche Essen echte Wahlfreiheit durch attraktive, alltagstaugliche Angebote – für eine Mobilitätsentwicklung, die zur Stadt und ihren Menschen passt.